Ich habe Darmprobleme

Reizdarm, Darm- und Verdauungsprobleme

Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, breiiger Stuhl, Flatulenz, Magenbrennen und Aufstossen und Verstopfung zählen zu den häufigsten Störungen bei Männern und Frauen in der westlichen Gesellschaft. Frauen sind öfters betroffen als Männer.

Darmprobleme

Der Darm kann auch Ursache für Müdigkeit, Depression, Vitaminmangel, Anämie, Kopfschmerzen, Allergien, Ekzeme, Fettleibigkeit sein. Bei vielen Symptomen denkt man gar nicht an den Darm, da dieser in der Regel nur mit Verdauungsproblemen in Verbindung gebracht wird.

Eine Fehlbesiedlung des Darms mit Bakterien kann zu Depressionen führen oder bei Gärungsproblemen entstehen Alkohole welche die Leber belasten und die Darmschleimhaut schädigen. Eine Veränderung der Darmschleimhautintegrität kann u.a. für Allergien, Ekzeme oder Müdigkeit verantwortlich sein.

Gerade nach Antibiotikagaben wird die Darmflora nachhaltig verändert. Oft entstehen Darmprobleme oder Verdauungsstörungen erst Monate oder Jahre nach Antiobiotika. Es spielt sogar eine Rolle ob man als Kind normal geboren wurde oder ein Kaiserschnitt-Kind ist. Bei der natürlichen Geburt werden im Gebärkanal wichtige Bakterien für die Entwicklung der Darmflora und des Immunsystems "geschluckt". Es gibt verschiedene Studien die das vermehrte Auftreten von Allergien und Intoleranzen bei Kaiserschnitt Kinder zeigen. Eine fehlerhafte Darmflora oder Veränderung des Mikrobiom kann mittels Prä- und Probiotika, Vitaminen, Mineralien und einer entsprechenden Ernährungstherapie behandelt werden.

Mikrobiom des Menschen

Die bakterielle Besiedelung des Menschen im Darm betragt mehrere Milliarden verschiedenster Gattungen, welchen allen eine Aufgabe zuteil wird. Dies entspricht ca. 2.5kg Bakterien. Studien legen nahe, dass die Bakterien wohl einen grösseren Einfluss auf unsere Gesundheit aber auch auf unser Verhalten nehmen als man dachte. 

Mit spezieller Labortechnik kann heute die Stuhlprobe des Menschen sehr genau (Aufgrund genetischer Tests) bestimmt werden. In einigen Fällen verordne ich in der Praxis eine entsprechende Stuhlanalyse, um genaue Angaben zu der Anzahl Darmbakterien, deren Diversität, möglicher Belastung durch Parasiten, Malabsorbtion, Darmschleimhaut Defekte (Leaky Gut Syndrom), Glutensensitivität, Fructose /Sorbit Malabsorbtion oder Colitis zu diagnostizieren.

Migräne, Nesselfieber, Schwindel, verstopfte Nase, Übelkeit, Schlafstörung, Erschöpfung

Hier kann zum Beispiel eine Histaminintoleranz oder Histaminsensitivität vorliegen. Der Schweregrad und die Symptome sind so unterschiedlich, dass nicht in jedem Fall an eine Intoleranz gedacht wird. Beim führen eines Ernährungstagebuch kommt man der Thematik womöglich etwas auf die Spur, wenn Kopfschmerzen und Hautausschläge mit Ernährungsgewohnheiten beobachtet werden können.

 

Lactoseintoleranz

Betrifft ca. 5% der Bevölkerung. Häufiger als die echte Laktoseintoleranz (absoluter Laktasemangel) ist die fehlerhafte Verdauung des Milchzuckers. Da es sich um einen fermentierfreudigen Zucker handelt, kann dieser bei vielen Menschen zu Gärungen und somit zu Blähungen und Durchfall führen. Das selbe gilt auch für Fructose und andere Zuckerarten wie z.B. Galaktose

Reizdarm

Eigentlich handelt es sich beim Reizdarm um eine "Verlegenheitsdiagnose". Rein medizinisch betrachtet ist man gesund, trotzdem leiden betroffene unter Blähungen, Völlegefühl, drückende "Schmerzen" im Bereich des absteigenden Dickdarm also im linken Unterbauch. Der Stuhl ist wechselnd mal breiig, mal mit etwas Schleimbeimengungen, dann mal verstopft mit kleinkalibrigem Stuhl (Schafskot). Die Ernährung, psychische Faktoren und eine nicht intakte Darmflora begünstigen die Beschwerden.

Was ist eigentlich ein Reizdarm?

Beim Reizdarm oder Colon irritabile handelt es sich um funktionelle, nicht entzündliche Darmbeschwerden. Das Reizdarmsyndrom ist eine der häufigsten Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes: 10 bis 15% der erwachsenen Bevölkerung sind davon betroffen. Typische Beschwerden sind Bauchschmerzen, veränderte Stuhlgewohnheiten (chronische Verstopfung, Durchfall oder abwechslungsweise beides) sowie Blähungen. Den Beschwerden liegt eine funktionelle Störung des Magen-Darm- Traktes zugrunde. Das Reizdarmsyndrom hat oft einen langjährigen Verlauf, wobei die Intensität der Beschwerden individuell verschieden ist und auch im zeitlichen Verlauf starken Schwankungen unterliegt. Frauen sind etwa zweimal häufiger betroffen als Männer. Die Ursachen können sehr vielfälltig sein. Ernährungsfehler, Intoleranzen, eine Fehlbesiedlung von Firmicutes Bakterien, Medikamente, hormonelle Ursachen, Stress, psychische Faktoren.

 

 

 

 

 

Beim Reizdarmsyndrom ist weder das Risiko, an einem Tumor des Magen-Darm-Traktes zu erkranken erhöht noch fördert es die Entwicklung von entzündlichen Darmkrankheiten wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa.

Bei Beschwerden die nachts auftreten (Bauchschmerzen, Krämpfe), Blut oder viel Schleim im Stuhl sollten die Beschwerden ärztlich abgeklärt werden.

Oft liegen seit Jahren Beschwerden vor, welche auf eine Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn zurückzuführen sind. Da die Beschwerden leider häufig nicht spezifisch sind, wird die Diagnose gerne vom Hausarzt "übersehen".

FODMAPS- bei Reizdarmsyndrom

FODMAP steht für "Fermentierbare Oligo-Disacharide, Monosacharide und Polyole". Reizdarmpatienten reagieren oft auf fermentierbaren Zucker mit Blähungen, Verstopfung, Durchfall, Völlegefühl. Lange war die Diagnose Reizdarmsyndrom eine Verlegenheitsdiagnose wenn schulmedizinisch nichts gefunden wurde. Seit wenigen Jahren weiss man aber, dass Menschen Propleme mit der Verdauung von Zuckerarten haben. Eine FODMAP Diät kann hier in vielen Fällen eine signifikante Verbesserung bewirken. Nicht alle Zucker die reich an fermentierbarem Zucker sind werden schlecht vertragen. Manchmal sind es nur ein paar Früchte, Gemüse, Süssstoffe oder Honig. Obwohl Anhand der FODMAP Tabellen viele Reizdarm Patienten eine wesentliche Reduktion der Beschwerden erleben, sind leider die Zucker nicht immer der Sündenbock.

 

Gerne berate ich Sie persönlich!

Symptome

  • Erleichterung der Schmerzen nach Stuhlentleerung

  • Veränderung der Stuhlhäufigkeit oder Stuhlkonsistenz (Durchfälle, Verstopfung oder Wechsel von Durchfällen und Verstopfung)

  • veränderte Stuhlpassage (starkes Pressen erforderlich), gesteigerter Stuhldrang oder Gefühl der unvollständigen Darmentleerung

  • Schleimbeimengungen im Stuhl oder auf dem Papier

  • Blähungen

  • Gefühl der Bauch sei aufgetrieben

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